Eine Mittelohrentzündung, die auch als Otitis media bezeichnet wird, wird in den meisten Fällen durch Bakterien ausgelöst. Gelegentlich kann die Erkrankung aber auch durch Viren hervorgerufen werden. Säuglinge und Kleinkinder sind am häufigsten von den unangenehmen Ohrenschmerzen betroffen.

Eine Mittelohrnetzündung heilt in vielen Fällen spontan aus © flickr/andi x andi

Zu den typischen Symptomen gehören Schmerzen in den Ohren, Fieber und eine allgemeine Abgeschlagenheit. Während des Krankheitsverlaufs kann es zu einem Einreißen des Trommelfells kommen, wodurch die Schmerzen plötzlich nachlassen.

Mittelohrentzündung – Ursachen

Die Ursachen einer Mittelohrnetzündung können vielfältig sein. So kann die Erkrankung unter anderem durch Bakterien, aber auch durch Viren ausgelöst werden. Bei Säuglingen sind vor allem Bakterien der Staphylokokken-Gruppe für die Schmerzen im Ohr verantwortlich. In vielen Fällen geht eine Mittelohrentzündung mit einer Erkältung bzw. Grippe einher, wobei sich die Infektion in den Nasen-Rachen-Raum ausbreitet. Weiterhin kann die Krankheit durch eindringende Keime bzw. durch eine Verschleppung von Bakterien und Viren im Rahmen einer allgemeinen Krankheit ausgelöst werden.

Symptome einer Mittelohrentzündung

Die Symptome hängen von der Art der Mittelohrentzündung ab. So treten bei der akuten Form meistens plötzlich Schmerzen in den Ohren auf. Weiterhin kann es zu Schwindel, Fieber und einem Klopfen im Ohr kommen. Aufgrund der Abwehrreaktionen gegen die Viren und Bakterien kann es zu Rötungen und Schwellungen der Haut und Schleimhäute kommen.

Oftmals schwillt im Rahmen einer Otitis media die Ohrtrompete zu, wobei es sich um die Verbindung zwischen Mittelohr und Rachen handelt. Die Folge davon ist, dass im Ohr befindliche Flüssigkeit nicht mehr abfließen kann und sich im Mittelohr ansammelt. Aufgrund des so entstehenden Drucks kann es zum Einreißen des Trommelfells kommen, wodurch die Flüssigkeit wieder entweichen kann und die Schmerzen plötzlich nachlassen.

Therapie

Im Fall einer Mittelohrentzündung erfolgt die Therapie in den meisten Fällen mit Antibiotika. Allerdings sind diese nicht immer sinnvoll, da sie Nebenwirkungen wie Durchfall hervorrufen können und die Bakterien resistent machen. Oftmals verabreichen die Ärzte keine Antibiotika, sondern warten den Verlauf der Krankheit ab. Diese heilt nämlich in vielen Fällen von allein ab, sodass das Verabreichen von Medikamenten unnötig ist. Jedoch sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit der Verlauf der bakteriellen Infektion beurteilt werden kann.Similar Posts:

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