Multiple Sklerose, kurz auch MS genannt, ist eine Autoimmunerkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft, wobei in erster Linie das Gehirn und das Rückenmark betroffen sind. Die Symptome sind sehr vielfältig, sodass die Krankheit auch als „Erkrankung mit tausend Gesichtern“ bezeichnet wird.

Multiple Sklerose ist eine Autoimmunkrankheit, die in Schüben verläuft © flickr/livDE

Bei jungen Menschen ist dies die häufigste Erkrankung des Zentralnervensystems. Ausgelöst wird die multiple Sklerose durch Entzündungen der Nervenfasern, deren Ursachen bisher allerdings noch nicht geklärt sind.

Multiple Sklerose – Zerstörung der Markscheiden der Nervenfasern

Bei der multiplen Sklerose zerstören Entzündungen im Gehirn und Rückenmark die Markscheiden der Nervenfasern. Die genauen Ursachen sind bisher jedoch noch nicht im Detail bekannt. Allerdings spielen unter anderem erbliche Veranlagung, Autoimmunprozesse und Infektionen, z. B. durch Herpes oder Chlamydien, eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung.

Die Krankheit verläuft in Schüben, die unter anderem durch akute Stresssituationen, Virusinfektionen, bestimmte Medikamente und Unbeständigkeiten bezüglich des Hormonspiegels ausgelöst werden können.

Welche Symptome treten bei einer multiplen Sklerose auf?

MS äußert sich in sehr vielen unterschiedlichen Symptomen. Ebenso ist der Krankheitsverlauf dadurch gekennzeichnet, dass er keinen typischen Verlauf zeigt. Jedoch kommt es im Frühstadium der Krankheit zu typischen Symptomen. Dazu gehören unter anderem Lähmungen der Muskulatur, Sehstörungen und Gefühlsstörungen.

Weiterhin treten typischerweise ein Kribbeln bzw. Taubheitsgefühl an den Armen und Beinen, Schmerzen aber auch eine verringerte Empfindlichkeit auf. Bei vielen Patienten beginnen die Empfindungsstörungen in den Fingerspitzen oder auch in den Füßen und erweitern sich dann auf die Hände bzw. Beine. Ein weiteres typisches Anzeichen ist das so genannte Nackenbeugezeichen, was sich beim Vorbeugen des Kopfes durch einen akuten Schlag entlang der Wirbelsäule äußert.

Therapie

Es ist wichtig, dass sich Patienten so schnell wie möglich einer Therapie unterziehen. Das Ziel dieser ist es, die entzündlichen Prozesse an den Nervenfasern zu minimieren. Allerdings ist eine vollständige Heilung der MS nicht möglich.

Die Therapie ist in drei Stufen unterteilt: der Schubtherapie, Basistherapie und der symptomatischen Therapie. Im Rahmen der Schubtherapie können verschiedene Medikamente wie etwa hoch dosierte Entzündungshemmer oder Kortison zum Einsatz kommen.

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