Windpocken – Stark juckender Hautausschlag und Bläschenbildung

Kategorie Behandlung // Keine Kommentare
21. Jun 2011

Die Windpocken, die auch als Varizellen bezeichnet werden, sind eine hochansteckende Viruskrankheit, die hauptsächlich durch eine Tröpfcheninfektion übertragen wird. In erster Linie unterliegen zwei- bis sechsjährige Kinder einer Infektion mit dem Virus.

Windpocken - Hochansteckende Viruserkrankung ©Flickr/PhylB

Typischerweise leiden die betroffenen Kinder (aber auch Erwachsene) an einem großflächigen Hautausschlag, der schubweise auftritt. Ausgelöst wird die Erkrankung durch das Varicella-Zoster-Virus, das nach beendigter Infektion im Körper verbleibt und nach vielen Jahren wieder aktiv werden kann. Dann kann es zum Beispiel eine Gürtelrose oder eine Herpes-Infektion auslösen.

Windpocken – Symptomatik

Die an Windpocken leidenden Personen weisen typische Symptome auf. Dazu gehören neben einem allgemeinen Krankheitsgefühl, das mit Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht, auch ein leicht erhöhtes Fieber und Ausschlag. Dieser äußert sich in kleinen runden oder ovalen Flecken, die sich über den gesamten Körper und im Gesicht ausbreiten können. Die Flecken können sogar die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum sowie die Kopfhaut betreffen.

Typischerweise entwickelt sich der Ausschlag im Verlauf der Erkrankung zu mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die mit Schorf überzogen sind. Die Bläschen jucken heftig, wobei die Symptome nach etwa zehn Tagen abklingen.

Infektion bei Erwachsenen

Infizieren sich Erwachsene mit den Windpocken, so sind diese von weitaus mehr Blasen betroffen als junge Menschen. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu Komplikationen wie etwa einer Lungenentzündung oder auch einer Meningitis (Hirnhautentzündung) kommen kann.

Behandlung und Vorsorge

Die Behandlung der Windpocken ist prinzipiell unproblematisch und bezieht sich auf die Linderung der Beschwerden. Bei gesunden Kindern verläuft die Infektion meistens mild, wobei nur die Symptome bekämpft werden. Dabei kommen Medikamente zum Einsatz, die den Juckreiz stillen und eine Infektion mit Bakterien verhindern (z. B. Antihistaminika).

Personen, die geschwächt sind und bei denen die Erkrankung einen schweren Verlauf nimmt, sollten nach Absprache mit dem behandelnden Arzt ein Medikament mit dem Wirkstoff Aciclovir verabreicht bekommen. Diese Substanz kann die Viren zwar nicht abtöten, verhindert aber die Vermehrung.

Wichtig ist, dass Kleinkinder zusätzlich NICHT mit einem ASS-Präparat (Acetylsalicylsäure) behandelt werden, da dies zum so genannten Reye-Syndrom führen kann, was unter Umständen zum Koma führen kann.

Die Vorsorge gegen Windpocken kann durch eine Impfung erfolgen. Ansonsten ist es schwer, sich vor den Erregern zu schützen, da diese hochansteckend sind. Zudem ist es schwer, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, da ein Infizierter bereits vor der Ausbildung der sichtbaren Symptome eine Ansteckungsgefahr darstellen kann. Generell sollten die Betroffenen während der Zeit der Erkrankung zu Hause bleiben und nur mit Personen in direkten Kontakt treten, die bereits eine Infektion mit Windpocken erlebt haben und somit immun gegen die Erreger sind.

Windpocken – Stark juckender Hautausschlag und Bläschenbildung

Hinterlasse eine Antwort